Schwerter klirren, Lanzen brechen – Vier verwegene Reiter im meisterhaften Umgang mit stolzen Rössern kämpfen um Ruhm und Ehre auf dem Turnierfeld. So, oder ähnlich mag es sich zu Norderstedt zugetragen haben, vor 800 Jahren, als der Mongolenfürst Ichi Khan in Norderstedt zu Gast weilte, und zu einem Turnier gerufen wurde.
Im ritterlichen Wettkampf messen sich die Ritter in den Exercicien der Geschicklichkeiten: Beim Rinkelstechen, beim Schwertschlagen, bei der Sauhatz und bei der Quintane gilt es, Mut, Kraft und Geschicklichkeit mit verschiedenen Waffen unter Beweis zu stellen – so schreiben es die „teutschen Ritterregeln“. Doch aus der Mongolei haben die Reiter um Ichi Khan eigene Wettkämpfe mitgebracht, bei denen es wagemutig auch um die Geschicklichkeit der Rösser geht. Das Schafkopfrennen, oder auch der Sprung über den Mann, sowie das Bogenschießen aus vollem Galopp verlangen äußerste Konzentration von Roß und Reiter.
Möge der Beste siegen – denn natürlich geht es um die Hand der schönen Prinzessin, und das Besiegeln von Handelsbeziehungen zwischen Norderstedt und dem fernen
Entschieden wird das Tournament durch den Tjost – den Waffengang mit der Lanze, Mann gegen Mann in den Schranken und kräftig mit der Lanze wider den Gegner angeritten.